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cpm:power:start

Power (CP/M-80)

Power war, wie der Norton Commander unter DOS, das Schweizer Taschenmesser für CP/M. Mit diesem Tool war faktisch alles möglich um den rudimentären CCP „aufzubohren“. Keine Diskette kam ohne Power aus. Selbst auf den ROBOTRON Systemen war Power in selbstverständlicher Nutzung.

Nachfolgend die Dokumentation…

Dokumentation

       Universelles Manipulationsprogramm fuer Diskettenarbeit POWER  
       Version 3.07       Copyright by PAVEL BREDER 1981, 1982, 1983  


      1.    Handhabung von POWER

      2.    allgemeine Kommandos

      3.    Kommandos zur Arbeit mit dem Verzeichnis

      4.    Kommandos zur Arbeit mit Dateien

      5.    Kommandos zur Arbeit im Speicher

      6.    Kommandos zum physischen Lesen/Schreiben Diskette

      7.    Kommandos fuer Laufwerke

      8.    Optionen
      
      9.    Installation

1. Handhabung von POWER 

     POWER ist ein universelles Dienstprogramm, das die Arbeit mit Dateien auf 
Diskette,  sowie den Umgang mit dem Speicher unterstuetzt. In der vorliegenden 
Form  ist  POWER  mit seiner grossen Anzahl von Kommandos besonders  fuer  den 
Systemprogrammierer  geeignet.  Der Anwendungsprogrammierer sollte  POWER  mit 
groesster Vorsicht benutzen, da der Disketteninhalt durch die Moeglichkeit des 
direkten Schreibens leicht zerstoert werden kann.  Die gleiche Sorgfalt sollte 
beim   Speicherzugriff   gelten,   da  mit  den  Kommandos  von   POWER   alle 
Speicherinhalte  (auch  des  CP/M-Betriebssystems)  direkt  veraendert  werden 
koennen.   Das   von  'robotron'  in  Umlauf  gebrachte  Programm  DIENST  ist 
funktionell gleichwertig. POWER wird von einem beliebigen Laufwerk geladen und 
meldet sich mit einer Copyright-Meldung und dem Laufwerksprompt. z.B.:

         POWER 3.07 on CP/M 2.2  Z

 Copyright (c) 1981, 1982, 1983 by PAVEL BREDER
         CHECK faster by WD   12/06/83

 A0=_

POWER erwartet nun die Eingabe eines Kommandos.

 Handhabung II 

Einige Kommandos zeigen auf dem Bildschirm das Verzeichnis (bzw. Dateigruppen) 
mit einer laufenden Nummer an.  Diese Nummer dient zur Kennzeichnung der Datei 
und  zur weiteren Bearbeitung des Kommandos.  Nach der Frage Select: kann  nun 
eine,  mehrere  oder Gruppen von Dateien durch diese Nummer angegeben  werden. 
Die  Ziffern sind durch Leerzeichen voneinander zu  trennen,  Bereiche  werden 
durch  Anfang  und Ende,  mit Minus (-) verbunden angegeben.  Fehlt bei  einem 
Bereich die Angabe des Endes, wird bis zur letzten Nummer der Bereich gesetzt:

z.B.  1 5 9 <cr>    (Dateien 1,5 und 9)
      1-7   <cr>    (Dateien  1 bis 7)
      12-   <cr>    (Dateien 12 bis Ende)

Nach einigen Kommandos kann eine Dateigruppenbezeichnung angegeben werden. Die 
Anzeige und Auswahl erfolgt dann nur fuer diese Dateigruppe.  Eine  Laufwerks-
bezeichnung  vor  dieser Angabe oder auch nur die Laufwerksbezeichnung  allein 
lassen  das  Kommando auf dem angegebenen Laufwerk  wirksam  werden.  Ist  die 
Dateibezeichnung eindeutig,  entfaellt das Menue und das Kommando wird  sofort 
auf die angegebene Datei angewendet.

 Handhabung III 

Werden Disketten waehrend der Arbeit mit POWER gewechselt, dann ist ^C vor der 
weiteren  Eingabe  zu geben um die neue Diskette  anzumelden.  ^C  unterbricht 
ausserdem jedes Kommando,  waehrend ESC ein Kommando abbricht.  Das Zeichen BS 
(Backspace)  oder  DEL  gestattet die Korrektur einer  Kommandozeile  vor  der 
Eingabe des abschliessenden RETURN.  Mit ^X kann die gesamte Eingabe geloescht 
werden.  Die Eingabe von ^P gestattet das Zu-/Abschalten der Protokollfunktion 
ueber den angeschlossenen Drucker.  Diese Einstellung ist unabhaengig von  der 
BDOS-Funktion  ^P,  das  heisst  bei Beenden von POWER wird  das  Drucken  der 
Bildschirmausgaben automatisch aufgehoben.

Zusaetzlich  koennen bei jedem Kommando weitere Optionen,  in eckige  Klammern 
eingeschlossen,  angegeben  werden.  Fehlt  diese Angabe,  wird  ein  Standard 
gesetzt,  der  mit dem Kommando LOG auf dem Bildschirm angezeigt werden  kann. 
Der mit dem Kommando LOG angezeigte aktuelle Wert der Optionen kann veraendert 
werden   indem  man  als  Kommando  in  eckige  Klammern  eingeschlossen   den 
Kennbuchstaben eingibt.  Jede Angabe schaltet die Wirkung um.  Es koennen auch 
mehrere Option gleichzeitig angegeben werden, z. B. A0=[vp]

 Dateinamen 

Soll  ein  Kommando  nur auf eine vorher  bestimmte  Datei(gruppe)  angewendet 
werden,  so  kann der Dateiname in der CP/M-ueblichen Form hinter dem Kommando 
angegeben werden, z.B. COPY du:dateiname. Dabei koennen die Jokerzeichen ? und 
* fuer Dateigruppen verwendet werden:
          REN *.BAK
          REN DATE.*
          ERA A??.*

 Zeichenfolge *** 

Diese Zeichenfolge steht fuer "alle Dateien". Nach Anlisten des Verzeichnisses 
wird das geforderte Kommando nacheinander auf alle Dateien angewendet. Dateien 
mit  dem  Status  "R/O" werden bei  Ausfuehrung  bestimmter  Funktionen  (REN, 
ERA...) uebergangen.
  
 Zeichenfolge *.* 

Diese  Kombination  bedeutet ebenfalls "alle Dateien".  Nach der  Anzeige  der 
Verzeichnisses erfolgt hier jedoch die Frage SELECT? zur Auswahl der Dateien.

 2. Allgemeine Kommandos 

 du:      - Auswahl eines anderen Laufwerkes

 EXIT     - POWER beenden, Rueckkehr zu CP/M

 HELP     - Auflistung der moeglichen Kommandos

 LOG      - Anzeige der Optionen und der Speicherbelegung

 SPEED    - Steuerung der Anzeigegeschwindigkeit

 PASS     - Passworteingabe

 UR1      - Anwenderkommando 1
 UR2      - Anwenderkommando 2
 UR3      - Anwenderkommando 3
 UR4      - Anwenderkommando 4

 du:                        Wechsel des Laufwerkes

     Angegeben werden kann Laufwerk,  USER-Bereich oder beides.  Die beiden in 
     frueheren  Versionen von POWER enthaltenen Kommandos USER und XUSER  sind 
     damit nicht mehr erforderlich.
     Beispiele:     A0=B: <cr>
                    B0=7: <cr>
                    B7=c15: <cr>
                    C15=


 EXIT                       verlaesst POWER

     Beenden  von  POWER  mit Speichertest  (?  wenn  Fehler),  Rueckkehr  zum 
     Betriebssystem.


 HELP                       listet die moeglichen Kommandos auf

     Bei Eingabe eines falschen Kommandos wird ebenfalls auf die 
     HELP-Funktion hingewiesen.


 LOG                        zeigt die gestellten Schalter an

     Gleichzeitig  wird  der freie Anwenderspeicher  angegeben.  Die  Schalter 
     koennen durch die Angabe in eckige Klammern gestellt werden.  Jede Angabe 
     schaltet die Wirkung um. Siehe Optionen!


 SPEED i                    setzt Ausgabegeschwindigkeit

     i = 0...9     (0 - schnell, 9 - sehr langsam)
     Die  Ausgabegeschwindigkeit  kann  auch waehrend  der  Ausfuehrung  eines 
     Kommandos (z.B. TYPE) beeinflusst werden, indem die Tasten 0 bis 9 direkt 
     betaetigt werden.


 PASS                       Eingabe Passwort

     Es  kann  nach PASS ein Passwort eingegeben werden,  wobei nur  das  Wort 
     "POWER"  (Grossbuchstaben!)  als gueltig akzeptiert  wird.  Sinnvoll  nur 
     unter CP/M 3.


 UR1...4                    Anwenderkommandos

     Sind Anwenderkommandos installiert,  koennen diese aufgerufen werden. Sie 
     muessen in folgenden Speicherplaetzen von POWER angegeben werden:
     UR1  140..147H
     UR2  148..14FH
     UR3  150..157H
     UR4  158..15FH

 3. Kommandos zur Arbeit mit dem Verzeichnis 

 DIR      - Anzeige Diskettenverzeichnis
 REN      - Datei umbenennen
 ERA      - Datei loeschen

 SORT     - Sortierung des Diskettenverzeichnisses

 SETRO    - Datei auf "Nur-Lese-Status" setzen
 SETWR    - Datei auf "Schreib-Lese-Status" setzen

 SETDIR   - Datei auf "Directory-Status" setzen
 SETSYS   - Datei auf "System-Status" setzen

 SET      - beliebige Attribute anzeigen/setzen/ruecksetzen

 SIZE     - Anzeige der Speicherplatzbelegung einer Datei

 RECLAIM  - Aktivierung geloeschter Dateien

 GROUP    - Anzeige der von der Datei belegten Blocknummern

 CHECK    - Anzeige der Pruefsumme der Datei

 DIR [UXi]                  Anzeige Diskettenverzeichnis

     U - alle USER-Bereiche
     X - alle angemeldeten Laufwerke
     i - i=1..9 Anzahl der Spalten fuer die Anzeige des Verzeichnisses
     Kennzeichnung der Dateien:
       *    - Datei ist R/O (schreibgeschuetzt)
       (..) - Datei ist SYS (systemgeschuetzt)
       >    - Datei ist bei Kopieroperationen Originaldatei
       <    - Datei wird bei Kopieroperation die Kopie
     Durch  die  Option [S] kann die Anzeige  von  Systemdateien  unterdrueckt 
     werden.


 REN                        Datei(en) umbenennen

     Die ausgewaehlten Dateien koennen umbenannt werden.  Dazu wird bei  jeder 
     Datei nach dem neuen Namen gefragt. Die Angabe eines Sternes "*" im Namen 
     oder der Namenserweiterung laesst den alten Namensteil unveraendert:
     *.ext --> setzt eine andere Namenserweiterung ext
     name.*--> setzt einen anderen Namen name


 ERA [R]                    Datei(en) loeschen

     Wird  die  Option [R] angegeben,  dann erfolgt fuer jede Datei noch  eine 
     Abfrage, ob tatsaechlich geloescht werden soll.


 SORT i                     Sortiert Dateien zur Anzeige

     Die Dateien werden sortiert angezeigt:
     i = 0     unsortiert
     i = 1     sortiert nach den Dateinamen
     i = 2     wie 1, SYS-Dateien zuletzt
     i = 3     sortiert nach Namenserweiterungen
     i = 4     wie 3, SYS-Dateien zuletzt


 SETRO                      R/W-Attribut (t1) setzen
 SETWR                      R/O-Attribut (t1) ruecksetzen

     Es  werden  nur die Dateien angezeigt,  die den gewuenschten Status  noch 
     nicht besitzen.


 SETDIR                     SYS-Attribut (t2) ruecksetzen
 SETSYS                     SYS-Attribut (t2) setzen

     Es  werden  nur die Dateien angezeigt,  die den gewuenschten Status  noch 
     nicht besitzen.


 SET                        Dateiattribute anzeigen
 SET [+{1..8,S,R,X}]        Datei-Attribute setzen
 SET [-{1..8,S,R,X}]        Datei-Attribute ruecksetzen

     Es  wird das entsprechende Zeichen des Dateinamens (1-8)  bzw.  Dateityps 
     (S,R,X) mit dem Bit 7=1 gesetzt(+) bzw. rueckgesetzt(-). Bedeutung:
      1      Anwender-Flag, POWER: Dateimarkierung fuer "Originaldatei"
      2      POWER: Dateimarkierung "Kopie", Public-Flag (bei ZSDOS/ZDDOS)
      3      Zugriffsdatum eintragen (bei DateStamper)
      4      Anwender-Flag
      5,6,7  reserviert fuer Betriebssystem
      8      Zugriffs-Schutz (z.B. im Z-System)
      S=t1   Datei ist Systemdatei
      R=t2   Nur-Lese-Status
      X=t3   Archiv-Flag


 SIZE                       Zeigt die Groesse der Datei an
     Es werden angezeigt:          
        Sektoren, freie Sektoren, Kilobytes und Gesamtbelegung.


 RECLAIM                    Wiederherstellen geloeschter Dateien
     Bereits geloeschte Dateien werden wieder gueltig, wenn sie noch den alten 
     Dateninhalt haben.


 GROUP                      Zeigt alle Dateigruppen auf Display an
     Die  Dateigruppen  sind  die  Dateibloecke,  die  in  der  Directory  die 
     gestreute Speicherung auf Diskette angeben.  Es wird die logische  Nummer 
     jedes  verwendeten  Dateiblockes der Datei angegeben,  vor  jeder  Angabe 
     steht noch die Extend-Nummer.


 CHECK                      Kontrollsumme gesamt
     Errechnet eine CRC-Kontrollsumme fuer die ausgewaehlten Dateien.

 4. Kommandos zur Arbeit mit Dateien 

 TYPE     - Anzeige von Dateien

 COPY     - Kopieren von Dateien

 LOAD     - Laden einer Datei

 SAVE     - Abzug eines Speicherbereiches auf Diskette

 AUTO     - Festlegen des Laufwerkes fuer RUN

 RUN      - Laden und Starten einer COM-Datei

 GO       - Laden und Starten einer Datei

 EX       - Starten eines Programmes und Rueckkehr nach POWER

 JP       - Starten eines Programmes und Rueckkehr zum System

 TYPE                       Anzeige von ASCII-Dateien als Text
 TYPEA                      sektorweise Anzeige in ASCII
 TYPEH                      sektorweise Anzeige in HEX
 TYPEX                      sektorweise Anzeige in HEX und ASCII

     ^K beendet die Ausgabe, es wird die naechste Datei angezeigt. 


 COPY                       Kopieren von Dateien

     Die   ausgewaehlten  Dateien werden auf ein  anderes  Laufwerk   kopiert. 
     Verschiedene Optionen steuern den Kopiervorgang:
     [A]  automatisches Ueberschreiben existierender Dateien (overlay)
     [B]  automatisches Umbenennen vorhandener Dateien in *.BAK (back up)
     [C]  fragt, wenn Datei bereits existiert (ask)
     [D]  nicht kopieren wenn Datei existiert (skip)
     [T]  stellt die Reihenfolge des Kopierens nach der Groesse
     [M]  markiert originale und kopierte Dateien
     [Q]  aendert den Namen waehrend des Kopierens
     [Z]  loescht Quelldatei nach dem Kopieren


 LOAD ufn adr               laedt Datei ufn nach adr

     Es  wird keine Veraenderung des Files vorgenommen.  Der Bereich von POWER 
     und das TPA-Ende darf nicht ueberschrieben werden (siehe LOG).


 SAVE ufn adr [sect]        Speicherbereich ab adr als Datei ufn retten

     Der  Transport  wird fuer die angegebene Zahl von  Sektoren  ausgefuehrt. 
     Diese  Angabe kann entfallen,  wenn vorher das File ufn mit LOAD  geladen 
     wurde.


AUTO du:                   Einstellen des Laufwerkes fuer RUN-Kommando

     Wird beim RUN-Kommando ein Dateiname ohne LW-Bezeichnung angegeben,  dann 
     versucht POWER diese Programmdatei von dem Laufwerk zu laden, die mit dem 
     Kommando AUTO definiert wurde.

 RUN [ufn param]            Laedt und startet die .COM-Datei ufn

     Es duerfen Parameter wie in der CP/M-Kommandozeile angeben werden.


 GO ufn adr                 laedt Datei ufn nach adr und startet es


 EX adr [arg]               startet Programm auf Adresse adr

     RET  fuehrt  zurueck  zu  POWER.  arg  ist  Kommandozeile  wie  im  CP/M-
     Betriebssystem.


 JP adr arg                 startet Programm auf Adresse adr

     RET fuehrt zum Betriebssystem zurueck. arg ist Kommandozeile wie im CP/M-
     Betriebssystem.

 5. Kommandos zur Arbeit im Speicher 

 DUMP     - Anzeige Speicherinhalt

 FILL     - Fuellen Speicherbereich mit vorgegebenen Bytes

 MOVE     - Umspeichern

 DS       - Anzeige und Veraendern von Speicherinhalt byteweise

 CM       - Vergleich zweier Speicherinhalte

 SEARCH   - Suchen von Bytefolgen im Speicher

 DUMP [adr]                 Anzeige eines Speicherbereiches in ASCII
 DUMPA [adr]                ASCII-Anzeige ohne Tabulatoren
 DUMPH [adr]                HEX-Anzeige auf Bildschirm
 DUMPX [adr]                HEX-und ASCII-Anzeige auf Bildschirm

     Die Anzeige erfolgt als Text.  Alle nicht druckbaren Zeichen werden nicht 
     angezeigt.  Fehlt die Adresse,  dann erfolgt die Anzeige ab der aktuellen 
     Position. Die Adresse kann wie folgend angegeben werden:
     .         - 128 Bytes ab aktueller Position
     ,i        - i   Bytes ab aktueller Position
     ,,        - weiter    ab aktueller Position
     adr       - 1 Byte von adr
     adr,i     - i Byte ab adr
     adr,      - 128 Bytes von adr
     adr,,     - alle Bytes


 FILL aadr eadr byte        fuellt Speicher von aadr-eadr mit byte

     Alle Werte (aadr,eadr,byte) sind hexadezimal anzugeben.

 MOVE aadr eadr aadr2       Speichertransport

     Es  wird  der  Speicherbereich aadr bis eadr nach  adr2  verschoben.  Der 
     Transport erfolgt aufsteigend, Ueberdeckungen sind zu vermeiden.


 DS adr,len                 Anzeigen und Aendern von Speicherinhalten

     Ab  der Adresse adr werden die Bytes  einzeln  hexadezimal,  binaer,  als 
     ASCII-Zeichen  und dezimal angezeigt.  Es kann dann evtl.  ein neuer Wert 
     eingegeben werden.  Ein in spitze Klammern gesetzter Buchstabe zeigt  an, 
     in welcher Form die Eingabe erfolgt (H-hexadezimal,  D-dezimal, B-binaer, 
     A-Zeichen  wobei  ein vorangestelltes ^ aus dem Zeichen die Bits 5 bis  7 
     ausblendet/CTRL/).  Folgende  Eingaben  schalten zwischen  den  einzelnen 
     Eingabeformaten um:
          .h    es folgen hexadezimale Eingaben
          .d    es folgen dezimale Eingaben
          .b    es folgen binaere Eingaben
          .a    es folgen Zeicheneingaben
          ..    das Kommando DS wird beendet


 CM aadr eadr adr2          Vergleicht Speicher aadr ..eadr mit aadr

     Es  wird ein byteweiser Vergleich der Speicherinhalte  durchgefuehrt  und 
     Abweichungen mit Adresse und Inhalt angezeigt.


 SEARCH aadr eadr byte...   Sucht im Speicher nach Bytes

     Suche an aadr bis eadr. Die gefundenen Bytes werden mit ihrer Adresse angezeigt.
     Die zu suchenden Bytes muessen durch Leerzeichen getrennt sein.
     Es kann ausserdem angegeben werden:
     ?    beliebiges Byte, zeigt alle Bytes des Bereiches an
     "x"  zu suchende ASCII-Zeichen(ketten) ein in Anfuehrungszeichen

 6. Kommandos zum physischen Lesen/Schreiben Diskette 

 READ     - Diskette sektorweise lesen

 WRITE    - Diskette sektorweise schreiben

 READGR   - Lesen eines oder mehrerer Aufzeichnungsbloecke

 WRITEGR  - Schreiben eines oder mehrerer Aufzeichnungsbloecke

 READ trk sec [kind nsec]   Sektor von Diskette lesen
 READGR ngroup [kind nsec]  Block von Diskette lesen

     Ab  Spur  trk,  Sektor  sec werden nsec Sektoren vom  aktuellen  Laufwerk 
     gelesen.  Fehlt die Angabe nsec,  dann wird 1 Sektor gelesen.  Fehlt  die 
     Angabe  kind oder ist kind keine Adresse,  dann wird der  Speicherbereich 
     80H..0FFH benutzt. kind bedeutet dabei:
     XX   HEX- und ASCII-Darstellung
     XH   HEX-Darstellung
     XA   ASCII-Darstellung
     adr  keine Anzeige, dafuer Ablage in angegebenen Speicherbereich

     READGR  arbeitet  wie READ,  jedoch mit Angabe der logischen  Blocknummer 
     statt  Spur/Sektor.  Die  Blocknummer ngroup entspricht  den  Angaben  im 
     Directory, siehe auch Kommando GROUP.

 WRITE trk sec [adr nsec]   Sektor auf Diskette schreiben
 WRITEGR ngroup [adr nsec]  Block auf Diskette schreiben

     Nach  Spur trk,  Sektor sec des aktuellen Laufwerks werden nsec  Sektoren 
     vom  Speicherbereich  adr  geschrieben.  Fehlt adr,  dann  von  gilt  der 
     Speicherbereich 80H..0FFH. Fehlt nsec, dann wird 1 Sektor geschrieben.

     WRITEGR  arbeitet  WRITE,  jedoch  mit Angabe der  logischen  Blocknummer 
     ngroup, siehe Kommando GROUP.

 7.Kommandos fuer Laufwerke 

 TEST     - Test aller Sektoren einer Diskette, reparieren bzw.
            abtrennen defekter Sektoren

 STAT     - Anzeige des verfuegbaren und freien Speicherplatzes
            auf Diskette

 RESET    - Laufwerk abmelden

 DISK     - Anzeige Diskettenparameter

 TEST [S]                   Test des Datentraegers auf Lesbarkeit

     Testprogramm zum Lesen aller Sektoren des Datentraegers  (einschliesslich 
     der Systemspuren bei Option S.).  Anzeige der fehlerhaften Sektoren durch 
     "*",  die  fehlerhaften Sektoren werden mit Spur und Sektor  aufgelistet. 
     Zum  Schluss wird noch die CRC-Kontrollsumme des  gesamten  Datentraegers 
     angezeigt.  Wird  innerhalb  eines Aufzeichnungsblockes ein  fehlerhafter 
     Sektor gefunden, koennen folgende Funktionen genutzt werden:
     - SAVE Y/N     alle   fehlerhaften   Sektoren  werden  in   einer   Datei 
                    ========.=== zusammengefasst und die fehlerhaften  Stellen 
                    koennen nicht mehr belegt werden. Diese Datei erhaelt SYS- 
                    und   R/O-Status   um  ein  versehentliches  Loeschen   zu 
                    verhindern.
     - SHOW BAD FILES Y/N  alle betroffenen Dateien werden angezeigt.
     - REPAIR Y/N   Versuch des Zurueckschreibens fehlerhafter Sektoren


 STAT [d:]                  freien Speicherplatz anzeigen

     Auf Diskette d:  (und allen anderen aktiven Laufwerken).  Aktiv sind alle 
     die Laufwerke, die seit dem Ruecksetzen schon einmal angesprochen wurden.


 RESET d:                   Setzt Laufwerk d zurueck

     Dieses  Kommando gestattet das Ruecksetzen einzelner Laufwerke und  damit 
     den Diskettenwechsel auf diesen Laufwerken. Mit ^C koennen alle Laufwerke 
     zurueckgesetzt werden.


 DISK [d:]                  Anzeige des DISK-Status

     Anzeige   der  physischen  und  logischen  Parameter  eines 
     Laufwerkes.

 POWER Optionen 

Die  nachfolgend  aufgefuehrten Optionen koennen separat in die  Kommandozeile 
oder zusaetzlich zu einem Kommando eingegeben werden. Die entsprechende Option 
muss dabei in eckige Klammern eingeschlossen werden. Einige der Optionen haben 
die  Funktion  eines Schalters (ON/Off-Status) und koennen  jederzeit  gesetzt 
bzw.  geloescht (durch nochmalige Eingabe der Option) werden. Fehlt die Angabe 
einer Option, so wird ein Standard gesetzt, der mit dem Kommando LOG angezeigt 
werden kann.  Die in der Uebersicht zu jeder Option beschriebene Funktion wird 
beim Status "ON" ausgefuehrt.
 
Allgemeine Optionen 

  i       i = 1...9
          i gibt die Spaltenanzahl fuer die Anzeige des Verzeichnisses an

  $       anlegen  einer  SUBMIT-Datei $$$.SUB zur automatischen Rueckkehr  zu 
          POWER nach dem Kommando RUN

  F       Suche der COM-Dateien auf dem mit AUTO angegebenen Laufwerk (RUN)

  P       Seitenmodus (paging): Ausgabe stoppt nach der Anzeige von jeweils 24 
          Bildschirmzeilen

  R       Vor Ausfuehrung des Kommandos erfolgt die Nachfrage:  Y/N ? 

  S       Anzeige der Systemdateien

  U       Anzeige des Verzeichnisses aller USER-Bereiche

  X       Anzeige des Verzeichnisses aller Laufwerke, die online sind

 POWER Optionen fuer COPY 

  A       gleichnamige Datei wird ueberschrieben

  B       Die bestehende Datei wird in .BAK umbenannt

  C       Bei Ausfuehrung von COPY erscheint folgende Meldung,  wenn die Datei 
          schon existiert:  file exists, (B)ackup, (O)verwrite, (S)kip 
          B: wie Option B,  O: wie Option A,  S: wie Option D

  D       kein Kopieren wenn gleichnamige Datei existiert

  M       Markieren der Originaldatei (>) und Kopie (<)

  Q       Umbenennen der Kopie ist moeglich (jede Datei einzeln)

  T       ON: Abbruch, wenn die zu kopierende Datei keinen Platz findet
          OFF: Versuch, eine kleinere Datei zu kopieren

  V       Schreibpruefung (Lesen nach Schreiben)

  Z       Quelldatei nach dem Kopieren loeschen

 POWER - Installation 

Die   ersten   Sektoren   von  POWER.COM  (Adressen   100H...2FFH)   enthalten 
verschiedenen Arbeitszellen,  mit denen die Arbeitsweise von POWER beeinflusst 
werden kann. Zum Patchen am besten POWER selbst benutzen:

- zunaechst muss man ermitteln, wie gross POWER.COM ist (Kommando SIZE)
- mit dem Kommando DS die gewuenschten Werte aendern
- Die Standardeinstellung der Optionen waehlen (Kommandos [ ])
- POWER.COM neu abspeichern mit SAVE POWER.COM 100 xx

Die nachfolgend genannten Adressen beziehen sich auf POWER 3.07. und enthalten 
nur  die  getesteten  Konfigurationsbytes.   Zu  anderen  Versionen  kann   es 
Abweichungen geben!

Adressen     Bedeutung                                               Inhalt
 
0100-0101    JP start                                                C3 xx xx
0103-0104    reserviert fuer MP/M-Systeme                            00 00
0105         Zeilenzahl fuer Seitenmodus                             18  (24d)
             (00 bzw. Bit7=1 bedeutet scrolling, Option [P])
0106         Zeichen fuer TYPEx zum Uebergang zum naechsten File     0B  (^K)
0107         POWER's Prompt                                          3D  (=)
0108         Kommandozeichen fuer DS                                 2E  (.)
0109         Zeichencode fuer Richtungswechsel bei DS                7E  (~)

Adressen     Bedeutung                                               Inhalt 

010A         Zeichen fuer Datei mit fehlerhaften Sektoren            3D  (=)
010B         Taste fuer Abbruch eines beliebigen Kommandos           1B  (ESC)
010C         Anzeige bei Kommando TEST (0=keine Anzeige,             01
             1=Stern fuer jeden Sektor, FF= vollst. Sektorinfo)
010D         BDOS-Error-Modus (nur fuer CP/M 3.x)                    00
010E         Anzeigeform fuer DIR-Kommando                           00
             (0=Standard, 1=breit, FF=breit mit Nummern)
010F         Stop der Bildschirmausgabe ausser ^S und Space          13  (^S)
0110/0111    Ablage des Systemstacks (verwendet fuer EXIT)           ?? ??

0113         Trennzeichen fuer Verzeichnisausgabe                    21  (!)

011A         Reaktion auf Lesefehler (COPY, LOAD)                    01
             (0=Abbruch, 1=Frage nach Fortsetzung, FF=ignorieren)
011B         Fuellbyte fuer fehlerhaften Sektor (TEST, COPY, LOAD)   E5

011E         Anzeige des Copyright                                   01 
             (0 bei BOOT und ^C, 1 nur bei BOOT, FF niemals)

0120-013F    Programmteil, der bei jedem ^C ausgefuehrt wird         C9 ...
             (z.B. RAM-Test im gesamten TPA)
             
Adressen     Bedeutung                                               Inhalt 

0140-0147    Routine UR1                                             C9 ...
0148-014F    Routine UR2                                             C3 ...
0150-0157    Routine UR3                                             C3 ...
0158-015F    Routine UR4                                             C3 ...

0164         Anzahl Spalten i fuer Verzeichnisanzeige                04

0169         Defaultwert fuer SPEED (0=schnell, 9=langsam)           00

0190         mit AUTO eingestellter USER-Bereich fuer RUN            00
0191         mit AUTO eingestelltes Laufwerk fuer RUN                01  (A:)
0192         Reaktion bei fehlerhaftem Kommando                      00
             (0 - Hinweis auf HELP-Funktion, 1 - HELP ausfuehren,
             FF - HELP ausfuehren auch bei fehlerhaften Argumenten)

01D0-02EF    Kommandoliste, jeweils durch 20H getrennt               ... 20 00
02F0         Laufwerk + Status fuer Option [$]                       00  (A:)
             (OFF: Bit7 ist gesetzt, Laufwerk in Bit 0-3)
02F1-02FF    Kommando fuer $$$.SUB                                   'POWER'

cpm/power/start.txt · Zuletzt geändert: 2020/09/30 23:42 von admin