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Persönliches

Casio PV-S250/S450

Der PV-S250 war mein erster PDA, der aber nach einer eBay-Zubehörauktion durch einen PV-S450 ersetzt wurde. Im Jahre des Herrn 2003 beginnt seine große Stunde in meinem Haushalt, etwa 2 Jahre nach seinem kometenhaften Erscheinen und wieder Verlöschen. Das mit dem Verlöschen ist natürlich nur metaphorisch gemeint, denn eine aktive Gemeinschaft sorgt dafür, dass der Pocket-Viewer bis heute ernsthaft genutzt wird. Es bezog sich eher auf die scheinbar kurze Lebensdauer dieses Modells, bevor es vom Nachfolger PV-S660 abgelöst wurde.

Der PV-S450 ist mit 6MB Speicher ausgestattet. 4 MB sind für die Daten, sprich Termine, Adressen, Notizen etc. da. 1 MB belegt PVOS das Betriebssystem und 1 MB ist für AddIns reserviert. AddIns, das Zauberwort. Bei AddIns handelt es sich um zusätzliche Anwendungen, auch von Drittanbietern, die auf den PDA geladen werden können. Und davon gibt es Hunderte, die das Gerät wahlweise in einen eBook-Reader, wissenschaftlichen Taschenrechner, eine Spielkonsole, einen Übersetzer, eine Datenbank etc. verwandeln. (Wenn man sparsam ist, auch in alles gleichzeitig.) Zusätzlich ist er noch unheimlich komfortabel in Basic zu programmieren, sowohl auf dem PC als auch direkt auf dem PDA. Da werden Erinnerungen an die alten CASIO-Taschenrechnerzeiten wach. Nur das wir jetzt über Megabyte und nicht über kByte Programmspeicher reden und über ein grafikfähiges 160 x 160 Pixel-Display, nicht eins mit zwei oder drei Zeilen und xx Zeichen. Und OWBasic ist wirklich mächtig.

Der PV arbeitet ab Werk ausschließlich mit einer virtuellen Tastatur. Das ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, zumal der leichte (und für mich auch etwas kurze) Kunststoff-Stylus nicht sehr ergonomisch in der Hand liegt. Längere Eingaben verbieten sich damit von selbst. Aber dafür wurden PDAs ja auch nicht gemacht. Die Adress- und Terminverwaltung und den Abruf von Daten und Programmen bekommt man mit der Schreibausstattung des PV sehr gut hin.

Gut für die Bedienung ist das Action-Rad auf der linken Seite, oben am Gehäuse. Damit lassen sich alle Funktionen des PDA einhändig erreichen. Wenn es mal schnell gehen muss ist das optimal. Für Leute die ohne Handschrifterkennung aber nicht leben können, gibt es mit PVMerlin, das passende AddIn.

Legendär ist die Betriebszeit von bis zu 160 Stunden mit einem Paar AAA-Batterien. Die Daten werden in einem nichtflüchtigen Flash-RAM gespeichert. Das zieht zwar einige Besonderheiten bei der Speicherverwaltung nach sich, hat aber den unschätzbaren Vorteil, dass auch über Monate hinweg ohne Stromversorgung kein Bit verloren geht. (Bei mir waren es 3 Jahre alte Adressen und Termine, die immer noch verfügbar waren.)

casiopv/reports/start.txt · Zuletzt geändert: 2012/10/10 23:23 von admin